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Rubus procerus



    Schössling
  • Form: scharfkantig mit rinnigen oder vertieften, seltener fast flachen Seiten, matt, bis ca. 15 mm im Durchmesser; grünlich oder weinrot
  • Behaarung: anfangs 10->30 Haare pro cm Seite, später weitgehend verkahlend
  • Stieldrüsen: keine
  • Stacheln: zu 4-8 pro 5 cm, aus breiter Basis allmählich verschmälert, abstehend oder etwas geneigt, alle oder überwiegend alle gerade, 6-7(-11) mm lang
    Blätter
  • Blättchenanzahl: handförmig bis angedeutet fußförmig 5-zählig
  • Behaarung: oberseits fast matt, dunkelgrün, mit 0-5(-10) Haaren pro cm2, unterseits angedrückt weiß bis weißgrau filzig mit kaum davon unterschiedener, wenig fühlbarer längerer Behaarung
  • Endblättchen: mittellang bis lang gestielt (27-45%), aus schmalerem, abgerundetem Grund breit umgekehrt eiförmig bis elliptisch oder rundlich, mit 5-12 mm langer Spitze, mehr oder weniger flach, am Rande grobwellig
  • Serratur: etwas grob und unregelmäßig periodisch mit längeren, (fast) geraden Hauptzähnen, bis 3-4 mm tief
  • Seitenblättchen: untere Blättchen 3-6 mm gestielt
  • Blattstiel: kürzer oder etwas länger als die unteren Blättchen, zerstreut behaart, mit etwa 6-15 mäßig bis stark gekrümmten, bis 4-5 mm langen Stacheln
    Blütenstand
  • Form: umfangreich, meist pyramidal
  • Blätter: 5-10 cm unterhalb der Spitze beginnend, die unteren 3-5-zählig
  • Achse: kantig, filzig, dazu mit reichlicher, abstehender Behaarung; Stacheln zu 5-10 pro 5 cm, ziemlich schlank, geneigt, gerade oder etwas gekrümmt, bis 7(-8) mm lang
  • Blütenstiele: 7-15 mm lang, graufilzig und dicht abstehend behaart; Stacheln zu 5-15, ungleich, gerade oder etwas gekrümmt, bis 1-2,5 mm lang
  • Kelch: graufilzig, stachellos, mit (sub-)sessilen Drüsen, zurückgeschlagen
  • Kronblätter: weiß bis schwach rosa, rundlich, 10-14 mm lang
  • Staubblätter: viel länger als die blassrosa angehauchten oder weißlichen Griffel, Antheren kahl (oder etwas behaart)
  • Fruchtknoten: reichlich behaart


Kurzcharakteristik: Die Art ist auf dem ersten Blick leicht mit R. armeniacus zu verwechseln, ist aber weniger üppig, hat mehr oder weniger flache Blätter und kleinere Blüten.


Ähnliche Taxa: R. armeniacus, R. grabowskii

       


Ökologie und Soziologie: Thamnophil, wärmeliebend, auf basenreichen, oft kalkhaltigen Lehmböden.


Verbreitung: Weit verbreitete subatlantische bis subkontinentale Art. Bisher in Süddeutschland nachgewiesen, die Pflanzen in Itzehoe sind vermutlich angepflanzt. In Mecklenburg-Vorpommern fehlt die Art, in Niedersachsen ein Fundort.



Text nach WEBER 1985, S. 225ff.



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