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Rubus condensatus



    Schössling
  • Form: flachbogig bis niederliegend, nur bis etwa 1 m hoch, rundlich-stumpfkantig bis kantig-flachseitig, grün
  • Behaarung: mäßig behaart, mit 5-20 büscheligen Haaren pro cm Seite
  • Stieldrüsen: fehlend oder ungleich verteilt, kurz, 3-20(-100) pro cm
  • Stacheln: Stacheln fast gleich groß zu 5-10 pro 5 cm, aus 2-3 mm verbreiterter Basis pfriemlich, deutlich geneigt und leicht gekrümmt, 3-5 mm lang
    Blätter
  • Blättchenanzahl: fast alle 3-zählig
  • Behaarung: oberseits dunkelgrün, matt oder an sonnigen Standorten stark glänzend, mit 10-25 Haaren pro cm2, unterseits nicht fühlbar behaart
  • Endblättchen: kurz gestielt (20-30 %), aus herzförmigem Grund breit eiförmig bis elliptisch, allmählich in eine 10-20 mm lange Spitze verschmälert
  • Serratur: undeutlich periodisch, 2-4 mm tief gesägt, Zähne breit, gerade, mit einer abgesetzten kurzen Spitze
  • Seitenblättchen: länger als der Blattstiel
  • Blattstiel: oberseits mit Stieldrüüsen und 6-9 pfriemlichen, leicht gekrümmten, etwa 2 mm langen Stacheln
    Blütenstand
  • Form: an der Spitze zusammengezogen (büschelig) dichtblütig
  • Blätter: oben oft mit einfachen herzförmigen Blättern
  • Achse: dichthaarig und reichlich stieldrüsig, mit nadeligen, geneigten oder leicht gekrümmten, 2-3 mm langen Stacheln
  • Blütenstiele:
  • Kelch: grünfilzig, stachellos oder schwach bestachelt, mit einzelnen kurzen Stieldrüsen, Endzipfel verlängert, zurückgeschlagen, zur Fruchtreife aufgerichtet
  • Kronblätter: weiß, schmal-elliptisch, 8-10 mm lang
  • Staubblätter: Staubblätter die grünlichen Griffel nicht oder kaum überragend, Antheren alle oder überwiegend behaart
  • Fruchtknoten: an der Spitze dichthaarig


Kurzcharakteristik: Durch die fast stets 3-zähligen Blätter, den meist niedrigen Wuchs, schwache Stacheln und den auffällig gedrängtblütigen Blütenständen mit behaarten Antheren ist Rubus condensatus im Gebiet gut charakterisiert und mit keiner anderen Art zu verwechseln.


Ähnliche Taxa: keine


Ökologie und Soziologie: Kiefernforste, auf mäßig nährstoffreichen Böden an Waldrändern und auf Lichtungen; neigt zur Ausbildung größerer, bodendeckender Bestände


Verbreitung: Disjunkte Verbreitung (England, Frankreich, Luxemburg und Deutschland), isoliert in Mecklenburg- Vorpommern (Neustrelitz: Parkplatz an der B 96 nach Fürstenberg), kommt in Schleswig-Holstein nicht vor.



Text nach HENKER und KIESEWETTER 2009, S. 46



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